Neophyten Management Plan Nationalpark Gesäuse
Neophyten Management Bekämpfung Ogranigramm

Neobioten Managemtent Bekämpfung Organigramm

Am Beispiel Nationalpark Gesäuse findet man einen guten Ansatz wie ein Neophyten/ Neobioten Management Plan aussehen kann/soll.

Unterteilt in nachvollziehbare und effektive Schritte wie die Aufstellung eines Einsatzplanes, Personal, Aktionsplan, fortlaufende Kontrolle samt Abschluß und darauf folgenden Jahresabschluss und das über einen Zeitraum von einigen Jahren.

Dieses Ablaufdiagramm für die Neophyten Bekämpfung beinhaltet alle wichtigen Punkte bis hin zum Monitoring der protokollierten Bestände!

Ebenso findet eine Unterteilung der Aufgabenbereiche auf die jeweils zuständigen Behörden statt, durchaus lobenswert und ein toller Ansatz für ein effektives Neophyten Management.

III.1. Aufgabenbereiche der Nationalpark Gesäuse GmbH • Jährliche Bestellung der externen Projektkoordination; • Aktive Bekämpfung ausschließlich im Nationalpark – Gebiet bzw. an wenigen, genau definierten Stellen außerhalb; • Schulungs- und Beratungsleistungen für die Bevölkerung der umgebenden Gemeinden; • Koordination, Monitoring, Dokumentation der eigenen Tätigkeiten, im Bedarfsfall auch koordinierende Unterstützung von Aktionen und Maßnahmen in Gebieten, die an den Nationalpark angrenzen.
III.2. Aufgabenbereiche der Steiermärkischen Landesforste • Überwachung und Bekämpfung der Neophyten im Ortsgebiet Gstatterboden inklusive Ortsränder, Campingplatz und Parkplatz Gstatterboden/Wegmacher, Siedlung Weißenbachl, Gstatterbodenbauer und Wildfütterung; • Einwirken auf die Mitarbeiter und Anwohner der genannten Siedlungen, an der Bekämpfung mitzuhelfen und die Problempflanzen in den Gärten weder anzupflanzen noch zu dulden; • Insbesondere Überwachung und sorgsame Vorgangsweise entlang der Forststraßen und an den Holzlagerplätzen sowie an allen anderen Orten, an denen Tiefbau- und Erdarbeiten gleich welcher Art stattfinden; • Sofortige Bekämpfung festgestellter Vorkommen im Schutzgebiet durch eigenes Personal oder Meldung an das Einsatzteam des Nationalparkes; in jedem Fall Meldung des Vorkommens und allfälliger Aktivitäten zwecks zentraler Dokumentation.
III.3. Aufgabenbereiche des Landes Steiermark – Naturschutzabteilung und Bergwacht • Überwachung und Bekämpfung der Einfallstore in den Nationalpark (außerhalb des NP – Verwaltungsgebietes: Lauferbauerbrücke – Gesäuseeingang, Johnsbach – Silberreith, Hieflau – Kalktal); • Lukrierung und Verwaltung von Landes-Fördermitteln für Neophyten befallene Gebiete, die an den Nationalpark angrenzen (die Nationalpark GmbH und die Steiermärkischen Landesforste haben keinen Zugriff auf zweckentsprechende Förderungsmittel); • Vorzugsweiser Einsatz solcher Fördermittel in Zonen, die unmittelbar an den Nationalpark angrenzen und/oder anderen Schutzstatus haben (vor allem Natura 2000 Gebiete entlang der Enns); • Zusammenarbeit mit dem Team der Nationalpark GmbH zwecks gemeinsamer Vorgangsweise und Ausnutzung von Synergien.
Managementplan Neophyten, Nationalpark Gesäuse GmbH 2010 – 42 –
III.4. Aufgabenbereiche der ÖBB und des Straßenerhaltungsdienstes • Überwachung und Bekämpfung (Eindämmung) auf den eigenen Trassen und Betriebsflächen, die massiv betroffen und primäre Invasionspfade sind; • Bisher wurde noch keine akkordierte Vorgangsweise bzw. noch keine unterstützende Mitarbeit veranlasst. Diese muss für das Jahr 2011 unbedingt vereinbart werden, um den Erfolg langfristig zu sichern!

Das gesamte Dokument des Aktionsplan Neophyten im Naturpark Gesäuse findet sich hier.